PhonArt
2025/2026

Veranstaltungstermine

Frieden gewinnen
80 Jahre Charta der Vereinten Nationen

Angesichts einer Vielzahl gewaltsamer internationaler Konflikte gewinnt die Umsetzung der Charta der Vereinten Nationen eine bedrängende Aktualität.

Im Kulturprojekt PhonArt 2025/26 geht es um die Vitalisierung von gestaltenden Kräften als Gegenüber zu politisch-militärischem Handeln. Strukturen des Miteinander im Dialog über nationale Verwerfungen hinweg werden unter dem Leitmotiv Frieden gewinnen in den Blick genommen.

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Während der Veranstaltungen werden Fotos und Filme zu Zwecken der Öffentlichkeitsarbeit gemacht.

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Wir danken sehr herzlich:

2025


Kirche mit Klein und Groß
Frieden gewinnen

Gemeindezentrum in Oldinghausen
14.09.2025 – 11 Uhr

Wir wollen gemeinsam über den Frieden nachdenken, diesen (auf-)wecken und uns neu auf den Weg machen, die christliche Botschaft von Frieden und Gerechtigkeit wieder in Erinnerung zu rufen und in unsere Welt zu tragen.

Veranstaltungsort:
Gemeindezentrum
in Oldinghausen
Martinstraße 20
32130 Enger

Heisei –
Frieden gewinnen

Hotel Lindenhof – Japanischer Garten
14.09.2025 – 16 Uhr

Heisei – Friede nach innen, Versöhnung nach außen
(Kaiserin em. Michiko von Japan)
Deutschland-Japan: Ein Dialog am Japanischen Garten Bethel

Veranstaltungsort:
Hotel Lindenhof
Japanischer Garten Bethel
Quellenhofweg 125
33617 Bielefeld

CHORKONZERT
Frieden gewinnen

Stiftskirche Enger
15.11.2025 – 19.00 Uhr

Veranstaltungsort:
Stiftskirche Enger
Kirchpl. 1 und 5
32130 Enger

CHORKONZERT
mit Werken von Dufay, Pärt, Esenvalds u. a.

Kammerchor VOCONSORT
Judith Aupperle, Cello
Tatjana Schuster, Klavier

Tabea Fuhr, Leitung

Das Thema menschlicher Konflikte und der Wunsch nach Frieden ist so alt wie die Menschheit selbst und wird in diesem Konzert epochenübergreifend musikalisch beleuchtet. Von Guillaume Dufays berühmter Messe „L´homme armè“ („Der Mann in Waffen“) aus dem frühen 15. Jahrhundert spannt sich der Bogen bis zu Arvo Pärts 2004 komponierten „Da Pace, Domine“.

Die Bitte um Frieden durchzieht das Programm mit Vokal- und Instrumentalwerken. Der Kammerchor Voconsort ist zum wiederholten Male unter der Leitung von Tabea Fuhr zu Gast in der Stiftskirche Enger. Die erfahrenen, stimmlich versierten Sängerinnen und Sänger haben zum Teil gemeinsam an der Musikhochschule in Frankfurt am Main studiert. Sie verbindet eine langjährige Freundschaft.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

2026


Musikalisches Tanzdrama
Bewegte Geschichte

Stiftskirche Enger
21.02. / 24.02.2026 – 19 Uhr

Karl der Große – Widukind
Mathilde. Otto der Große. Kaguya.

Veranstaltungsort:
Stiftskirche Enger
Kirchpl. 1 und 5
32130 Enger

Musikalisches Tanzdrama
Bewegte Geschichte

Klosterhof Liesborn – Saal
22.02.2026 – 17 Uhr

Karl der Große – Widukind
Mathilde. Otto der Große. Kaguya.

Veranstaltungsort:
Klosterhof Liesborn – Saal
Abteiring 19
59329 Liesborn

Musikalisches Tanzdrama
Bewegte Geschichte

Japanisch-Deutsches Zentrum Berlin
05.03.2026 – 18 Uhr

Karl der Große – Widukind
Mathilde. Otto der Große. Kaguya.

Veranstaltungsort:
Japanisch-Deutsches Zentrum Berlin
Saargemünder Str. 2
14195 Berlin

Klänge. Stimmungen. Verständigung
Orgel-Percussion-Stimme

Marienkirche Spenge-Wallenbrück
22.02.2026 – 17 Uhr

Yukinobu Ishikawa – Percussion
N. N. – Orgel
Christoph Ogawa-Müller – Texte

Veranstaltungsort:
Marienkirche Spenge-Wallenbrück
Neuenkirchener Str. 254
32139 Spenge

Pfingsten
– ein Dialog

Stiftskirche Enger – Gemeindehaus
24.05.2026 – 9.30 Uhr

9.30 Uhr: Gottesdienst
11.15 Uhr: Musikalische Matinee
Kunstausstellung Gemeindehaus

Veranstaltungsort:
Stiftskirche Enger
Kirchpl. 1 und 5
32130 Enger

Im Dialog: Klänge & Personen
Orgel und Violine / St. Petersburg – Kiew

Marienkirche Spenge-Wallenbrück
22.02.2026

Die aus St. Petersburg stammende Organistin Elena Potthast-Borisovets und die aus Kiew stammende Violinistin Katja Suglobina sind seit vielen Jahren konzertierende Partnerinnen – auch und gerade an der Friedensorgel der Marienkriche Wallenbrück.

Veranstaltungsort:
Marienkirche Spenge-Wallenbrück
Neuenkirchener Str. 254
32139 Spenge

Alchemie
Garetti Chavira

02-02 bis 20-03-2026

Ausstellung:
Alchemie

Künstlerin:
Garetti Chavira

Dauer der Ausstellung:
02-02 bis 20-03-2026

Die Kunstlandschaften Ausstellung von Goretti Chavira zeigt Kunst als Funke, der uns daran erinnert, dass wir – trotz aller Unterschiede – alle das Bedürfnis haben, zu fühlen und zu schaffen.

Ausstellungsort:

Sparkasse Herford – Filiale Enger
Mathildenstr. 15
32130 Enger

Wir danken:

Sparkasse Herford

TANZDRAMA
Bewegte Geschichte

21.02. / 22.02. / 24.02. / 05.03.2026

LIBRETTO

KUMIKO OGAWA-MÜLLER


MITWIRKENDE

AIKO BORMANN – SOPRAN,
KAISERIN ADELHEID / PRINZESSIN KAGUYA

REINHARD HOFFMANN –
KARL D. GROSSE / ZIEHVATER VON KAGUYA

CHRISTINA NOLTE – KÖNIGIN MATHILDE

STEFAN MÖRKE – OTTO DER GROSSE

ILYA STROH – JAPANISCHER KAISER

RITSUKO TAKEYAMA – KOTO

YUKINOBU ISHIKAWA – PERCUSSION

LUCAS HUBER SIERRA – KLAVIER

ELLA WARKENTIN – TANZ

KAMMERCHOR AN ST. MARGARETA WADERSLOH

ENSEMBLE MUSICA NOEMA ST. PETERSBURG
LEITUNG: ELENA POTTHAST- BORISOVETS


KOMPOSITIONEN VON

CHRISTOPH OGAWA-MÜLLER – OUVERTÜRE

TADAO SAWAI

TOMOYA NAKAI

JOH. SEB. BACH

ROBERT SCHUMANN

ANTON SKRIJABIN

UVM.

KARTENVORVERKAUF

info@kunstlanschaften-enger.de
oder Kontaktformular
Tel.: 05224 – 4148
– Enger, Rübenkamp 2, 32130 Enger
– Liesborn, Gemeindebüro, Abteiring 18
– Wadersloh, Pfarrbüro, Wilhelmstraße 1


STIFTSKIRCHE ENGER

Stiftskirche Enger
Kirchplatz 1
32130 Enger
Hier zum Sitzplan

Sa., 21. Februar / 19 Uhr

PREISE:
PK1 – 25 € / PK2 – 20 € /
PK3 – 15 € (Nur Abendkasse)

Di., 24. Februar / 19 Uhr

PREISE:
PK1 – 25 € / PK2 – 20 € /
PK3 – 15 € (Nur Abendkasse)


KLOSTERHOF LIESBORN – SAAL

Klosterhof Liesborn – Saal
Abteiring 19
59329 Liesborn
Hier zum Sitzplan (Stand: 20.02.2026-2)

So., 22. Februar / 17 Uhr

PREISE: PK1 – 25 € / PK2 – 20 €


JAPANISCH-DEUTSCHES ZENTRUM BERLIN

Saargemünder Str. 2
14195 Berlin

Do., 05. März um 18 Uhr
EINTRITT FREI – SPENDE ERBETEN
Hier zur Platzreservierung


DATENSCHUTZHINWEIS

Während der Veranstaltung werden Fotos und Filme zu Zwecken der Öffentlichkeitsarbeit gemacht.

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TANZDRAMA
Bewegte Geschichte

Karl der Große – Widukind
Mathilde. Otto der Große. Kaguya

1. ENTSTEHUNG DES TANZDRAMAS

Es waren zwei Impulse, die zu diesem vielschichtigen, spartenübergreifenden Werk führten:

Die Eröffnung der Jahrestagung des Verbandes Deutsch-Japanischer Gesellschaften (VDJG) 2023 im Kaisersaal des Rathauses der Hansestadt Hamburg stand unter dem bedrängenden Eindruck des von Russland gegen die Ukraine begonnenen Krieges. Im Zuge eines Gesprächs  zwischen dem Präsidenten des VDJG, Dr. Volker Stanzel, und Christoph Ogawa-Müller, Vorstandsmitglied der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Bielefeld, wurde deutlich, dass dem rein politisch fokussierten Diskurs  zur Weltlage eine dezidiert interkulturell ausgerichtete Initiative hinzuzufügen sei.

Dr. Stanzel war früher Deutscher Botschafter in China und Japan sowie Politischer Direktor des Deutschen Außenministeriums. Christoph Ogawa-Müller ist Initiator und Leiter des Projektes PhonArt – Dialog der Kulturen.

Ebenfalls im Jahr 2023 schuf die Organistin und Kulturschaffende Kumiko Ogawa-Müller das Musikalische Drama Mathilde. Königin zur Aufführung an der Stiftskirche Enger anlässlich des Stadtjubiläums 1000+75 Jahre Widukindstadt Enger.

Die mittelalterliche Königin Mathilde, Nachfahrin Widukinds, Ehefrau des ostfränkischen Königs  Heinrich I. – gen. Der Vogler –  und Mutter Kaiser Ottos des Großen, gründete als Königinwitwe an ihrem Geburtsort Enger ein Kollegiatstift. Gemäß zeitnahen Quellen zeichnete sie sich durch „Mildtätigkeit“ – eindrucksvolles karitatives Wirken, als weise Ratgeberin ihres Ehemannes König Heinrich und tief prägendes Vorbild für ihren Sohn, Otto den Großen, aus. Von ihm wird im Blick auf seine Mutter überliefert:

„Ich weiß wohl, was ich bin, verdanke ich Euch.“

Otto I., ab 962 römisch-deutscher Kaiser, war Gründer des Heiligen Römischen Reiches – Sanctum Imperium Romanum, das bis 1806 Bestand hatte. Die Legitimation seiner Regentschaftschaft bezieht er auf Sprüche Salomos/Proverbia, Kapitel 8: Hier erscheint die Gratia Dei –  Gnade oder auch Güte Gottes –  in jüdisch-hellenistischer Tradition als Urgrund des  Mandates königlicher Regentschaft.

Die Autorin des Mathilde-Dramas, Kumiko Ogawa-Müller wurde in Tokio geboren und wuchs dort in einer christlichen Kirchengemeinde auf. Nach einem Orgelstudium an der renommierten Gedai-Hochschule für Musik und Kunst in Tokio erhielt sie ein Stipendium für die der Hochschule der Kirchenmusik in Herford. Daran schloss sich 1977 die Tätigkeit als Organistin der Stiftskirche Enger an.

Anlässlich des 80. Jahrestages zur Gründung der Vereinten Nationen erweitert Kumiko Ogawa-Müller mit dem TanzDrama Bewegte Geschichte den Mathilde-Kontext.

2. INHALT UND MEDIEN DES TANZDRAMAS

In den Sprech- und Tanzrollen treten Personen der faktischen Historie wie auch einer zeitlos mythischen Welt auf. In dem, was sie durch Worte, Bewegungen und Klänge bekunden, erreichen und durchdringen sie Geist und Empfindung. Die Bühne führt in die ganz eigene Welt gespiegelter Wirklichkeit und schwebender Möglichkeit. Betrachten wir ihre Medien:

Handlung – Texte  

Die Szene wird durch Karl den Großen eröffnet. Er ist zu harten Auseinandersetzungen mit sarazenischen Widersachern der Christenheit genötigt und sieht sich als Erbe des spätantiken, christlichen Imperium Romanum. Als Repräsentant des Sakralkönigtums ist er dem Schutz des rechten Glaubens verpflichtet.

Mit Mathilde tritt im beginnenden christlichen Europa erstmals eine geschichtsbestimmende Frau auf. Komplementär und zugleich kontrastierend rückt sie beispielgebend die christlichen Werte von Empathie und Fürsorge ins Zentrum ihres Wirkens.

Im TanzDrama findet sich Mathilde in ihrem Stift, in einer fernen, traumhaften Welt wieder: Jener der japanischen Prinzessin Kaguya. Ihr Erscheinen bewegt auf bezaubernde Weise – über Grenzen von Raum und Zeit hinweg.

Mit der Verknüpfung westlicher Historie und fernöstlicher Weisheitstradition gewinnen die Werte Güte, Wahrheit und Friede schrankenlose Präsenz. Szenisch erlebt, stiften sie in einer beschleunigt globalisierten Welt Weitsicht, Zuversicht und Hoffnung.

Musik

Die Musik gilt als Medium des Gefühls: Trauer – Freude, Dunkel – Hell, ein Refugium abseits der Wirklichkeit. – Seit der griechischen Antike wird jedoch ebenso auch ein Wirklichkeitsbezug von Musik konstituiert. Pythagoras verweist auf die exakten Ver-hältnisse von Tonhöhe und die Stimmigkeit sowie deren Proportionen im Zusammenklang, der Harmonik.

Musik entsteht in und aus Wirklichkeit. In allen Kulturen wirkt sie als Teil des Kosmos. Stets neu entwickelt sie für den Menschen ihren Ursprung im ersten Laut eines Kindes.

Die Kompositionen des TanzDramas in den vokalen und instrumentalen Bereichs entstammen unterschiedlichen Kulturen und Epochen.

Die von Christoph Ogawa-Müller (Stimme, Euphonium und Trompete) und Yukinobo Ishikawa (Percussion-Instrumente) entwickelte Ouvertüre bildet eine Brücke zwischen der europäischen und fernöstlichen Klangtradition mit weiteren Anklängen.

Thematisch bilden dabei drei bekannte Lieder – zwei aus Deutschland – eine aus Japan – die Leitmotive der Ouvertüre: Die deutschen Choräle Du meine Seele singe – nach Psalm 146 sowie Aus tiefer Not ruf ich zu dir – nach Psalm 130. Das für die gesamte japanische Tradition repräsentative Lied Sakura – Kirschblüte steht für die dem Menschen zu Schutz und Pflege anempfohlene Schöpfung. – Es findet derzeit nahezu weltweit eine eindrucksvolle Verbreitung.

Bewegung – Tanz

Am Anfang der Schöpfung steht in christlicher Tradition das schöpferischbildende Handeln Gottes: Daraus erwächst Gestalt in Raum und Zeit. Gestalt unterliegt Werden und Vergehen, bewegt durch die verborgene Kraft der Kinesis (griech.- κίνησις) im heutigen Sprachgebrauch Kinetik. Verwandt im interkuturellen Dialog Hierzu ist der japanische Bewegungsbegriff Ugoki (動き) Der Mensch ist ein von Geist und Seele bewegtes Körperwesen. Der Tanz ist eine ausgezeichnete Form, in der diese Trias zusammenwirkt. Beim Bühnentanz geht es um darstellende Kommuni-kation – in einer Vielzahl von Varianten.

Bei unserem Werk reichen diese vom klassischen Ballett über Formen des europäischhöfischen zum byzantinischen Tanz, dann auch zu eigens für dieses Werk choreografierte Abwandlungen des japanischen Erzähltanzes. Als körperlicher Bezugsausdruck alternativer Gegenwartskultur kommt der Breakdance hinzu.

Bühnenbild

Das Bühnenbild eines Dramas, insbesondere eines TanzDramas, fügt sich nicht in den ständigen Fluss des Agierens auf der Bühne, es zeigt Wirklichkeit kontrastierend vergegenständlicht zum Bild, zur Kulisse – wörtlich: Schiebewand. In der traditionellen Ästhetik ist das Bild Abbild von bestehenden Gegenständen zur Bewahrung vor raschem Verfall, als Ikonisierung  oder  Idealisierung von Gegen-ständen,  oder thematischen Zusammenhänge. In der Moderne kamen bildnerisch abstrahierte Formen von Empfindungen und anderes mehr hinzu.

Die digital projizierten Bühnenbilder zeigen sehr unterschiedliche Kunstwerke, die, von der Werkautorin aus Bestehendem ausgewählt oder aktuell in Auftrag gegeben wurden.

Signifikant für die Ästhetik Japans ist die Fokussierung auf die Natur, in besonderer Weise auf kurzlebige, witterungsgefährdete Objekte wie die Kirschblüte: Durch die Malerei erhält sie Beständigkeit – eine relative, entsprechend dem menschlichen Dasein.

In traditionellen Bildnissen ist die europäische oder fernöstliche Zugehörigkeit der ildnisse ganz unmittelbar erkennbar. Bei solchen der Moderne nicht: Durch die Bauhausbewegung fand die Form organischer Abstrahierung eine nachhaltige Resonanz in der westlichen Welt.

3. AUFFÜHRUNGSORTE

Stiftskirche Enger

Sie gilt als Grablege des Sachsenherzoges Widukind. Kunsthistorische bedeutsame Veränderungen erfuhr die Kirche im zehnten Jahrhundert als Zentrum des von Königin Mathilde gegründeten Kollegiatstiftes.

Heute ist die Kirche Gottesdienstraum der Evangelischen Kirchengemeinde. Ebenso entstand in Korrespondenz dazu während der vergangenen fünf Jahrzehnten ein umfassendes kulturelles Leben mit interkulturellem Akzent.

Abtei Liesborn

Das Damenstift Liesborn wurde zur Zeit der fränkischen Sachsenmission gegründet. Seit etlichen Jahrhunderten (bekundet durch Quellen um 1338) besteht in der Volkstradition die Überlieferung der Gründung durch Karl den Großen. – Dies belegt sehr deutlich  eine Verehrung des bedeutenden Herrschers  im frühen Osten des Frankenreiches. Als urkundlich gestützt können die Adligen Boso und Bardo im 9. Jahrhundert gelten.

In unserem Zusammenhang besteht eine bemerkenswerte, zunehmend vitale Tradition von Geschichtsbewusstsein im münsterländischen Liesborn  in Nachbarschaft zum ostwestfälischen Enger. In beiden Orten wurden in den vergangenen Jahrzehnten  staatliche Museen mit Bezug zu den geschichtsträchtigen kirchlichen Stätten errichtet.
Mit jeweils eigenem Profil ziehen sie ein weitreichendes Publikum an: Das Museum Abtei Liesborn sowie das Widukindmuseum Enger.  

Japanisch-Deutsches Zentrum Berlin

Das Japanisch Deutsche Zentrum Berlin ist eine Institution in der Trägerschaft der Staaten Deutschland sowie des Landes Berlin. Mit dieser Einrichtung wird die Kooperation in den Bereichen Wirtschaft, Kultur und Politik gefördert.

Im Rahmen der Partnerschaftstagung der Verbände Deutsch-Japanischer Gesellschaften (VDJG) und Japanisch-Deutscher Gesellschaften (VDJDG) im Oktober 2024 hatten Kumiko und Christoph Ogawa-Müller im Japanisch-Deutschen Zentrum die kulturprogrammatische Schlussveranstaltung durchgeführt .

4. GESTALTUNG UND AUFFÜHRUNG

Libretto

Kumiko Ogawa-Müller

Bildwerke (Bühnenbild)

Yumi Gaede, Eberhard Hellinge, Keiko Mathuis, Kumiko Ogawa-Müller, Yulika Ogawa-Müller, Mio Suzuki

Kompositionen von

Keio Abe, Johann SebastianBach, Gaetano Donizetti, Ola Gjeilo, Pawel G. Tschesnokow, Toshi Ichiyanagi, Pascal Martiné, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Tomoya Nakai, Yuko Nomura, Christoph Ogawa-Müller, Arvo Pärt, Doru Popovici, Tadao Sawai

Der von Christoph Ogawa-Müller mit Yukinobo Ishikawa entwickelte Ouvertüre für Stimme, Eupho-nium, Trompete und Percussion-Instrumente liegen drei bekannte Lieder zugrunde: Die deutschen Kirchenlieder Du meine Seele singe – nach Psalm 146 – sowie  Aus tiefer Not ruf ich zu dir – nach Psalm 130 und das für Japan repräsentative Lied Sakura (Kirschblüte). Dieses Lied steht für die dem Menschen zu Schutz und Pflege anempfohlene Schöpfung. Die Percussion-Instrumete bilden eine Brücke zwischen der europäischen und fernöstlichen Klangtradition.

ANKÜNDIGUNG DURCH DIE
DEUTSCH-JAPANISCHE GESELLSCHAFT BERLIN

Was verbindet eine japanische Legende aus dem neunten Jahrhundert mit den Anfängen der deutschen Geschichte? Kann man Legende und Historisches zusammenbringen und mit den Mitteln Tanz, Musik und Gesang lebendig machen? Kumiko und Christoph Ogawa-Müller ist das gelungen. Ihr Tanzdrama hat den sprechenden Titel „Bewegte Geschichte“. Darin fehlt nicht das Traumhafte, das dem Märchen Entnommene, und doch hat es unmittelbare Relevanz für die Gegenwart.

Die seit Jahrzehnten an der Stiftskirche Enger wirkende Organistin und Künstlerin Kumiko Ogawa-Müller hat dieses Werk zum 80. Jahrestag der Vereinten Nationen geschaffen. In ihm wird durch das Zusammenwirken von Musik, Sprache, Bewegung und Bild ein Dialog zweier Kulturen erlebbar.

Gesammelte Werke
Sabine Schlüter

11-09 bis 14-11-2025

Ausstellung:
Gesammelte Werke

Künstlerin:
Sabine Schlüter

Dauer der Ausstellung:
11-09 bis 14-11-2025

Die Künstlerin Sabine Schlüter stellt einen Auszug ihrer gesammelten Werke vor. Die farbenfrohe Gestaltung ihrer Motive reicht von strahlendgrau bis düsterbunt.

Ausstellungsort:

Sparkasse Herford – Filiale Enger
Mathildenstr. 15
32130 Enger

Wir danken:

Sparkasse Herford

ARPILLERAS
Künstler/innen

27-06 bis 29-08-2025

Ausstellung:
ARPILLERAS

Künstler/innen:
aus der Realschule Enger

Dauer der Ausstellung:
27-06 bis 29-08-2025

Künstler/innen aus der Realschule in Enger haben unter der Leitung ihrer Lehrerin, Frau Hölling, kunstvoll angefertigte Arpilleras zum Thema der aktuellen Gesellschaftsprobleme angefertigt.

Ausstellungsort:

Sparkasse Herford – Filiale Enger
Mathildenstr. 15
32130 Enger

Wir danken:

Sparkasse Herford