TANZDRAMA
Bewegte Geschichte
Karl der Große – Widukind
Mathilde. Otto der Große. Kaguya
Die mittelalterliche Königin Mathilde (geb. um 896 – 968) Ehefrau des ostfränkischen Königs Heinrich I. – gen. Der Vogler und Mutter von Kaiser Otto dem Großen findet sich in dem von ihr geschaffenen Kollegiatstift Enger in einer traumhaften Szene wieder: Sie ist dem japanischen Märchen Prinzessin Kaguya entnommen.
Seit rund fünf Jahrzehnten ist die Stiftskirche Enger Wirkungsstätte der Autorin Kumiko Ogawa-Müller (Kirchenmusikerin und Kulturschaffende). – In der Kaguya-Überlieferung gewinnen die global bedeutsamen Werte Güte, Wahrheit und Friede anschauliche, in Bann nehmende Lebendigkeit.
Das TanzDrama schließt ebenso konzeptionell an das Mathilde-Drama von Kumiko Ogawa von 2023 an:
Mathilde steht als herausragende weibliche Gestalt am Beginn des Heiligen Römischen Reiches – Sanctum Imperium Romanum – das durch ihren Sohn Otto 962 konstituiert und bis 1806 Bestand haben wird. Legitimation seiner Herrschaft entnimmt Otto der Große den Sprüchen Salomos / Proverbia (Spr) Kapitel 8: Hier wird die Gratia Dei – Gnade oder auch Güte Gottes – als Urgrund des Mandates königlicher Herrschaft benannt.
Gemäß einer mittelalterlichen Vita bekennt Otto gegenüber seiner Mutter Mathilde:
„Was ich bin, verdanke ich Euch.“
In den Werten Güte und Wahrheit als Grundlage für Frieden und Wohlergehen für Menschen in allen Teilen der Welt finden die Überlieferungen zu Königin Mathilde und Kaiser Otto in Verbindung mit der metaphorischen Erzählung von Prinzessin Kaguya eine weit- und tiefreichende Konvergenz – Übereinstimmung.
In den Sprech- und Tanzrollen treten Personen sowohl aus der europäischen Geschicht als auch aus einer zeitlosen japanischen Märchenwelt auf. In dem, was sie durch Worte, Bewegungen und Klänge bekunden, erreichen und durchdringen sie Geist und Gefühl. Die Bühne nimmt uns in eine ganz eigene Welt der Faszination auf.
Musikwerke sehr unterschiedlicher Epochen beider Kulturräume wirken als Begleitung oder Kontraste zum Bühnengeschehen.
Zu den Aufführungorten in Ostwestfalen – Stiftskirche Enger und Klosterhof Liesborn – kommt in Berlin das Japanisch Deutsche Zentrum hinzu. Dies Institution steht in der Trägerschaft der Staaten Deutschland, Japan und des Landes Berlin. Die Deutsch-Japanische Gesellschaft Berlin trifft bemerkenswerte Aussagen zu dem Projekt:
„Was verbindet eine japanische Legende aus dem neunten Jahrhundert mit den Anfängen der deutschen Geschichte? Kann man Legende und Historisches zusammenbringen und mit den Mitteln Tanz, Musik und Gesang lebendig machen? Kumiko und Christoph Ogawa-Müller ist das gelungen. Ihr Tanzdrama hat den sprechenden Titel „Bewegte Geschichte“. Darin fehlt nicht das Traumhafte, das dem Märchen Entnommene, und doch hat es unmittelbare Relevanz für die Gegenwart.
Die seit Jahrzehnten an der Stiftskirche Enger wirkende Organistin und Künstlerin Kumiko Ogawa-Müller hat dieses Werk zum 80. Jahrestag der Vereinten Nationen geschaffen. In ihm wird durch das Zusammenwirken von Musik, Sprache, Bewegung und Bild ein Dialog zweier Kulturen erlebbar.“

LIBRETTO
KUMIKO OGAWA-MÜLLER
MITWIRKENDE
AIKO BORMANN – SOPRAN,
KAISERIN ADELHEID / PRINZESSIN KAGUYA
REINHARD HOFFMANN –
KARL D. GROSSE / ZIEHVATER VON KAGUYA
CHRISTINA NOLTE – KÖNIGIN MATHILDE
STEFAN MÖRKE – OTTO DER GROSSE
ILYA STROH – JAPANISCHER KAISER
RITSUKO TAKEYAMA – KOTO
YUKINOBU ISHIKAWA – PERCUSSION
LUCAS HUBER SIERRA – KLAVIER
ELLA WARKENTIN – TANZ
KAMMERCHOR AN ST. MARGARETA WADERSLOH
ENSEMBLE MUSICA NOEMA ST. PETERSBURG
LEITUNG: ELENA POTTHAST- BORISOVETS

KLASSISCHES BALLETT & BREAKDANCE
KOMPOSITIONEN VON
CHRISTOPH OGAWA-MÜLLER – OUVERTÜRE
TADAO SAWAI
TOMOYA NAKAI
JOH. SEB. BACH
ROBERT SCHUMANN
ANTON SKRIJABIN
UVM.
KARTENVORVERKAUF
info@kunstlanschaften-enger.de
oder Kontaktformular
Tel.: 05224 – 4148
– Enger, Rübenkamp 2, 32130 Enger
– Liesborn, Gemeindebüro, Abteiring 18
– Wadersloh, Pfarrbüro, Wilhelmstraße 1
STIFTSKIRCHE ENGER
Stiftskirche Enger
Kirchplatz 1
32130 Enger
Hier zum Sitzplan
Sa., 21. Februar / 19 Uhr
PREISE:
PK1 – 25 € / PK2 – 20 € /
PK3 – 15 € (Nur Abendkasse)
Di., 24. Februar / 19 Uhr
PREISE:
PK1 – 25 € / PK2 – 20 € /
PK3 – 15 € (Nur Abendkasse)
KLOSTERHOF LIESBORN – SAAL
Klosterhof Liesborn – Saal
Abteiring 19
59329 Liesborn
Hier zum Sitzplan (Stand: 03.02.2026)
So., 22. Februar / 17 Uhr
PREISE: PK1 – 25 € / PK2 – 20 €
JAPANISCH-DEUTSCHES ZENTRUM BERLIN
Saargemünder Str. 2
14195 Berlin
Do., 05. März um 18 Uhr
EINTRITT FREI – SPENDE ERBETEN
Hier zur Platzreservierung
DATENSCHUTZHINWEIS
Während der Veranstaltung werden Fotos und Filme zu Zwecken der Öffentlichkeitsarbeit gemacht.
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